49. Menzberg-Schwinget

Geschrieben von Erwin Schwarzentruber

Pirmin und Damian Egli glänzten mit dem Ehrenplatz

Der Surentaler Eidgenosse René Suppiger wurde am Menzberg-Schwinget seiner Favoritenrolle gerecht und feierte seinen zweiten Festsieg. Den Ehrenplatz teilten sich die beiden Wolhuser Cousins Pirmin und Damian Egli sowie der Entlebucher Jonas Brun.

Am 49. Menzberg-Schwinget durften die Organisatoren vom Schwingklub Wiggertal und Jodlerklub Sennegruss Menzberg mit dem Wettergott zufrieden sein. Nach anfänglich wolkenverhangenem Himmel, erwärmten am späteren Nachmittag sogar einige Sonnenstrahlen den schön angelegten Schwingplatz auf der Schüregg. Thomas Stadelmann, Daiwil, zeigte sich bei seiner Premiere als OK-Präsident zufrieden: «Bei kühlen Temperaturen war es wichtig, dass kein Regen fiel. So durften wir mit dem Zuschaueraufmarsch sehr zufrieden sein. Es hat alles reibungslos geklappt. Für mich war es als OK-Präsident ein erfreulicher Start und motiviert mich für den 50. Jubiläums-Menzberg-Schwinget vom nächsten Jahr.» Beim achten Regionalfest auf Luzerner Boden in dieser Saison kamen 1100 Zuschauer in den Genuss von packenden Zweikämpfen. Mit dem Surentaler René Suppiger setzte sich schlussendlich der einzige Eidgenosse im 113-köpfigen Teilnehmerfeld durch.

Festsieger René Suppiger

Der 27-jährige Lebensmittelingenieur René Suppiger aus Sursee bestätigte seine diesjährigen starken Auftritte am Menzberg-Schwinget mit einer weiteren Glanzleistung. In einem packenden Schlussgang, mit beidseitigen Chancen, bezwang er den Rottaler Reto Gloggner aus Ettiswil in der sechsten Minute mit Kniestich. Er feierte damit nach dem Co-Sieg am diesjährigen Ob- und Nidwaldner Kantonalen Schwingfest seinen zweiten Festsieg. «Ich freue mich riesig über meinen ersten Festsieg an einem Regionalfest. Dieses Ziel hatte ich schon länger im Visier. Bei meiner vierten Schlussgangteilnahme hat es endlich geklappt», sagte der 25-fache Kranzschwinger. Auf seine Taktik im Schlussgang angesprochen, meinte er: «Ich trainiere viel mit Reto Gloggner zusammen und kannte seine Stärken. Ich musste aufpassen und im richtigen Moment meine Chancen nutzen.» Für den 189 Zentimeter grossen und 100 Kilogramm schweren Surentaler gab es aber noch einen anderen Grund für seine eindrückliche Vorstellung: «Für mich waren die kühlen Temperaturen optimal. Ich mag es nicht wenn es heiss ist.» Bis zum Schlussgang fertigte er Michael Müller, Dominik Zangger und Martin Felder mit der Maximalnote ab. Gegen Adrian Dober und Pirmin Egli handelte er sich dagegen zwei Punkteteilungen ein.

Geteilter Ehrenplatz

Den Ehrenplatz teilten sich nach starkem Wettkampf die beiden Cousins Pirmin und Damian Egli vom Schwingklub Wolhusen sowie Jonas Brun vom Entlebucher Schwingerverband. Das Trio sicherte sich den Spitzenrang vor allem dank zwei Abschlusssiegen im Ausstich und hätte bei einem allfälligen Remis im Schlussgang den Festsieg gemeinsam geerbt. Vorjahressieger Pirmin Egli vom Steinhuserberg kosteten schliesslich die zwei Gestellten gegen Roger Bürli und den späteren Festsieger René Suppiger eine erfolgreiche Titelverteidigung. Auch seinem 21-jährigen Cousin Damian Egli fehlte ein Quäntchen Glück, um seine letztjährige Schlussgangteilnahme zu wiederholen. Nach fünf Durchgängen wurde er aus einem punktgleichen Verfolgerquartett hinter dem führenden Reto Gloggner nicht für den Schlussgang berücksichtigt. Der 26-jährige Jonas Brun aus Entlebuch musste den Festsieg schon nach dem Anschwingen praktisch abschreiben. Zwei Remis gegen die Wolhuser Urs Doppmann und Manuel Egli führten zum Punktedefizit. Dank vier aufeinander folgenden Siegen arbeitete sich der Landwirt in der Schlussrangliste noch weit nach vorne. Starke Vorstellungen zeigten ebenfalls der Nichtkranzer Simon Schmid aus Flühli und der Neukranzer vom Ob- und Nidwaldner Kantonalen Schwingfest, Martin Felder aus Ebnet. Mit je vier gewonnenen Gängen und zwei Niederlagen glänzte das Entlebucher Duo mit Spitzenklassierungen. Nebst den erfreulichen Spitzenresultaten gab es für den Entlebucher Schwingerverband noch eine Hiobsbotschaft. Die beiden Brüder Reto und Marco Fankhauser aus Hasle mussten infolge Verletzungspech den Wettkampf vorzeitig aufgeben.