113. Ob- und Nidwaldner Kantonales Schwingfest

Geschrieben von Erwin Schwarzentruber

Urs Doppmann verdiente sich erstes Eichenlaub mit Spitzenresultat

Der 22-jährige Romooser Urs Doppmann zeigte am Ob- und Nidwaldner Kantonalen Schwingfest in Beckenried eine grossartige Leistung und durfte im zweiten Schlussrang zum ersten Mal vor die Kranzjungfer treten.

 

Das zweite Innerschweizer Kranzfest in dieser Saison endete mit drei Festsiegern. Am Ob- und Nidwaldner Kantonalen Schwingfest in Beckenried besiegte der Sörenberger Joel Wicki vor 3000 Zuschauern im Schlussgang den Schwyzer Topfavoriten Christian Schuler nach sechs Minuten mit einem explosiven Kurzzug. Für den 20-jährigen Entlebucher war es nach dem Triumph am Schwarzsee-Schwinget 2015 der zweite Kranzfestsieg in seiner Karriere.

Infolge des Vorsprungs von 1,25 Punkten durch Christian Schuler nach fünf Durchgängen, klassierte sich Schuler trotz Niederlage auf Rang 1.b. Der Surentaler René Suppiger aus Sursee platzierte sich dank einer Maximalnote im letzten Gang auf Rang 1.c. Bereits vor einer Woche hatte Joel Wicki am Zuger Kantonalen angedeutet, dass ein Kranzfestsieg in der Luft liegt. In Beckenried bestätigte der mittlerweile 21-fache Kranzschwinger bei garstigen Witterungsverhältnissen nun seine tolle Form. «Für mich ist es ein Traum dieses Fest zu gewinnen. Es ist auch eine Genugtuung für das harte Training und das verpasste Eidgenössische Schwingfest im letzten Jahr», freute sich der Baumaschinen-Mechaniker. Zu seinem Schlussganggegner Schuler meinte er: «Wir kannten uns von gemeinsamen Trainings. Mir waren seine brandgefährlichen Standschwünge bekannt. Ich habe auf den richtigen Moment gewartet. Dies hat sich ausbezahlt.» Nach seinem Ehrenplatz letztes Jahr in Lungern hat Joel Wicki nun am Ob- und Nidwaldner Kantonalen den Thron bestiegen.

 

Ehrenplatz für Doppmann

Dieser Kranz war längst überfällig. Der 22-jährige Romooser Urs Doppmann durfte in Beckenried den lang ersehnten ersten Kranz entgegen nehmen. Und dies nach einer grandiosen Leistung im zweiten Schlussrang. Nach einem guten Start mit dem Plattwurf gegen Marcel Zumstein setzte es gegen den Kranzschwinger Alexander Vonlaufen die einzige Niederlage ab. Zwei weitere Siege gegen Christian Ming und Daniel Vogler führten ihn wieder auf Kranzkurs. Im Kranzausstich erarbeitete sich der Landwirt und Liftmonteur mit einem Remis gegen Ueli Rohrer und der Maximalnote gegen Michael von Flüe den Ehrenplatz, den er sich mit weiteren fünf Schwingern teilen musste. Nach diversen Spitzenklassierungen an zahlreichen Regionalfesten und zwei Festsiegen am Tessiner-Nichtkranzerschwinget 2016 und Seetaler-Schwinget 2017 hatte sich dieser Erfolg angekündigt. Für den Schwingklub Wolhusen war es der zweite Kranzgewinn in der laufenden Saison.

 

Zehn Luzerner Kränze

Wie schon vor einer Woche am Zuger Kantonalen Schwingfest, glänzten die Athleten vom Luzerner Kantonalen Schwingerverband wieder mit Topleistungen. Waren es in Baar noch neun Kranzauszeichnungen, steigerten sich die Luzerner nun auf zehn Exemplare. Die Hälfte allein sicherte sich der Entlebucher Schwingerverband mit Joel Wicki, Jonas Brun, Marco Fankhauser, Martin Felder und Remo Vogel. Das erste Mal vor die Kranzjungfer treten durfte Martin Felder, Ebnet. Die restlichen fünf Luzerner Kränze gingen an den Surentaler René Suppiger, die Wiggertaler Joel Ambühl und Michael Müller, den Rottaler Armin Muff und den Wolhuser Urs Doppmann.