98. Luzerner Kantonales Schwingfest

Geschrieben von Erwin Schwarzentruber

Starke Wolhuser mit acht Kranzauszeichnungen belohnt

Am Luzerner Kantonalen Schwingfest im Malters zeigten die Schwinger vom Schwingklub Wolhusen eine hervorragende Mannschaftsleistung. Nicht weniger als acht Kränze durften sie bejubeln. Zum allerersten Mal vor die Kranzjungfer treten durften Ron Stadelmann und Philipp Dissler. Den Festsieg holte sich der Schwyzer Gast Bruno Nötzli.

 

Das 98. Luzerner Kantonale Schwingfest in Malters reihte sich würdig in die Serie der bisherigen Innerschweizer Kantonalkranzfeste ein. Eine mustergültige Organisation, herrliches Festwetter und eine gute Stimmung unter den 6000 Zuschauern prägte den diesjährigen Ehrentag der Luzerner Schwinger. Entsprechend zufrieden zeigte sich OK-Präsident Guido Keller, Malters: «Die Begeisterung hat auch auf das OK übergriffen. Alle 900 Helfer haben einen hervorragenden Job gemacht. Es ist wirklich alles optimal gelaufen.» Auch Kantonalpräsident Roland Albisser, Sigigen, zog nach seinem ersten Verbandsanlass in seiner Amtszeit eine positive Bilanz: «Das Ergebnis mit der imposanten Schwingarena darf sich sehen lassen. Ich möchte allen danken, die ein solch grossartiges Fest ermöglicht haben.» Mit neun Eidgenossen und zahlreichen Siegesanwärtern im 259-köpfigen Teilnehmerfeld präsentierte sich die Ausgangslage um den Festsieg sehr spannend. Doch die zahlreichen Luzerner Trümpfe vermochten ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Bereits nach dem Anschwingen fiel der Entlebucher Eidgenosse Erich Fankhauser aus den Traktanden. Im vierten Durchgang folgte dann das grosse Favoritensterben. Mit Joel Wicki, Sven Schurtenberger, Andreas Ulrich, Philipp Gloggner, Andi Imhof und René Suppiger verabschiedete sich ein prominentes Sextett im Kampf um den Tagessieg. Die Gunst der Stunde nutzte schliesslich der Schwyzer Bruno Nötzli aus Pfäffikon. Von den 46 abgegebenen Kränzen holte sich der Entlebucher Schwingerverband mit 10 die meisten Exemplare, gefolgt vom Schwingklub Wolhusen (8), Schwingklub Wiggertal (6), Schwingklub Rottal (4), Schwingklub Rothenburg (3), Schwingklub Oberseetal (2), Schwingklub Oberhabsburg (1), Schwingklub Surental (1), übrige Innerschweizer Kantonalverbände (10) und Schwngklub Kirchberg (1). Insgesamt durften sechs Schwinger zum ersten Mal vor die Kranzjungfer treten. Erfreulicherweise mit Ron Stadelmann und Philipp Dissler gleich zwei vom Schwingklub Wolhusen.

Festsieger Bruno Nötzli

Der 25-jährige Bruno Nötzli aus Pfäffikon gewann mit dem Luzerner Kantonalen Schwingfest sein erstes Kranzfest in seiner Schwingerlaufbahn. Der eidgenössische Kranzschwinger aus dem Kanton Schwyz bezwang im Schlussgang den vier Jahre jüngeren Marco Fankhauser aus Hasle in der zehnten Minute mit Lätz. «Es ist ein wunderbares Gefühl in dieser grossartigen Arena zu gewinnen. Für mich war der Schlussgang gegen Fankhauser heute der schwierigste Gang», meinte der 29-fache Kranzschwinger. Schlussgangverlierer Marco Fankhauser fiel hingegen noch auf den sechsten Schlussrang zurück. Der Maurer zeigte bis zum fünften Durchgang mit vier gewonnenen Gängen und einer Niederlage einen starken Wettkampf. Schliesslich erhielt er vom Einteilungskampfgericht den Zuschlag für den Schlussgang gegenüber den punktgleichen Ron Stadelmann und seinem Bruder Reto. «Obwohl ich den Schlussgang verloren habe, bin ich mit dem heutigen Wettkampf sehr zufrieden. Ich habe gegen Nötzli etwas riskiert und muss mir nichts vorwerfen lassen», freute sich der Entlebucher über seine Klasseleistung.

Acht Wolhuser erfolgreich

Von den 21 angetretenen Schwingern vom Schwingklub Wolhusen durften sich mit David Egli, Pirmin Egli, Manuel Egli, Damian Egli, Urs Doppmann, Ron Stadelmann, Roger Imboden und Philipp Dissler nicht weniger als acht mit Eichenlaub auszeichnen lassen. Eine souveräne Vorstellung zeigte dabei der 28-jährige Metzger David Egli vom Steinhuserberg. Dank vier Siegen, einem Remis und einer Niederlage klassierte er sich im glänzenden vierten Schlussrang als bester Wolhuser. Den Traum vom ersten Kranz konnten sich Ron Stadelmann und Philipp Dissler verwirklichen lassen.