58. Michaelskreuz-Schwinget

Geschrieben von Erwin Schwarzentruber

Toni Müllers tolle Aufholjagd wurde belohnt

Der 32-jährige Wolhuser Toni Müller klassierte sich nach einem verhaltenen Auftakt mit vier Abschlusssiegen noch auf dem fünften Schlussrang. Der Festsieg ging an den 35-jährigen Schwyzer Routinier Philipp Schuler.

 

 

Beim 58. Michaelskreuz-Schwinget ob Root machte die gleichzeitige Konkurrenz von zahlreichen Schwingfesten den Organisatoren vom Schwingklub Oberhabsburg zu schaffen. Ohne einen Eidgenossen im 109-köpfigen Teilnehmerfeld präsentierte sich die Ausgangslage offen. Nach einem ausgeglichen verlaufenen Wettkampf qualifizierten sich der Schwyzer Routinier Philipp Schuler aus Rothenthurm und der 15 Jahre jüngere Rottaler Nichtkranzer Damian Stöckli aus Wolhusen für den Schlussgang. In diesem wurde Schuler seiner Favoritenrolle gerecht und kam nach fünf Minuten mit Kniekehlengriff und anschliessendem Bur zum Siegesresultat. «Der Festsieg auf diesem herrlichen Aussichtspunkt bedeutet mir viel. Ich habe mir einige Chancen ausgerechnet. Heute konnte ich meine Stärken ausspielen», freute sich der mittlerweile sechsfache Festsieger. Zu seinem Schlussganggegner Damian Stöckli meinte er: «Ich habe ihn heute zum ersten Mal schwingen sehen und war positiv überrascht. Ich musste im Schlussgang auf der Hut sein.» Zum Überraschungsmann des Tages avancierte der 20-jährige Damian Stöckli. Mit vier gewonnenen Gängen, darunter gegen die Kranzschwinger Remo Betschart und Christoph Moos, und einem Gestellten gegen Franz-Toni Kenel stand er zurecht in der Endausmarchung.

Aufholjagd von Toni Müller

Von den elf angetretenen Athleten des Schwingklubs Wolhusen zeigte sich der 32-jährige Metzger Toni Müller aus Entlebuch in guter Wettkampflaune. Der fünffache Kranzschwinger beendete den Wettkampf im fünften Schlussrang als bester Wolhuser. Allerdings startete er mit zwei Remis noch verhalten. Dank vier aufeinander folgenden Siegen gegen Daniel Rüttimann, Joel Fallegger, Adrian Hurschler und Ronny Schöpfer arbeitete er sich noch auf einen Spitzenrang vor. Einige Startschwierigkeiten bekundete ebenfalls der zweitbeste Wolhuser, David Egli vom Steinhuserberg. In den ersten drei Duellen musste er die Punkte mit Franz-Toni Kenel, Beat Kennel und Stefan Binggeli teilen. Mit drei Abschlusssiegen vermochte er wieder Terrain gut zu machen.