Bad-Schwinget in Wolhusen 2018

Geschrieben von Schwingklub Wolhusen

Sonntag, 22. April 2018

Joel Wicki feierte einen souveränen Festsieg

Der 21-jährige Sörenberger Joel Wicki revanchierte sich am Bad-Schwinget gegen den Wiggertaler Michael Müller für die letztjährige Schlussgangniederlage. Mit sechs gewonnenen Gängen feierte Wicki in Wolhusen einen überlegenen Festsieg. Den Ehrenplatz teilten sich der Wolhuser Manuel Egli und der Entlebucher Josef Portmann.

Erwin Schwarzentruber

Mit dem Bad-Schwinget in Wolhusen wurde die Schwingersaison auf Luzerner Boden definitiv eröffnet. Bei herrlichem Frühlingswetter und warmen Temperaturen hätte der Auftakt nicht besser ausfallen können. Trotz der gleichzeitigen Konkurrenz des Zuger Kantonalen Schwingfestes in Menzingen durfte sich das 115-köpfige Teilnehmerfeld quantitativ sehen lassen. Allerdings musste qualitativ mit nur einem teilnehmenden Eidgenossen, dem Rottaler Stefan Stöckli, einige Abstriche gemacht werden. «Trotz der Absenz von namhaften Luzerner Spitzenschwingern dürfen wir mit dem Aufmarsch von 1000 Zuschauern zufrieden sein. Wir hatten ein sehr gutes Festwochenende, inklusive dem Wolhuser Nachwuchsschwinget», freute sich OK-Präsident Pius Bucher vom Schwingklub Wolhusen.

Joel Wicki sehr souverän

Der 21-jährige Sörenberger Joel Wicki liess nie einen Zweifel über den Ausgang des diesjährigen Bad-Schwingets aufkommen. Nach zwei Schlussgangniederlagen 2016 gegen Kilian Wenger und 2017 gegen Michael Müller feierte er im dritten Anlauf einen überlegenen Festsieg. Im Schlussgang liess er seinem letztjährigen Bezwinger Michael Müller nicht den Hauch einer Chance. Bereits nach 55 Sekunden realisierte er mit einem wuchtigen Kurz das Siegesresultat. «Gegenüber dem Vorjahr bin ich voll konzentriert in den Schlussgang gestiegen. Ich habe den Kampf diktiert und suchte früh die Entscheidgung», analysierte Joel Wicki den Schlussgang. Auf die Frage, ob ihm der Festsieg nicht ein wenig leicht in den Schoss gefallen sei, meinte er: «Nein, ich habe alle sechs Gänge konsequent und konzentriert geschwungen.» Der Baumaschinen-Mechaniker spielte seine beeindruckende Frühform aus und machte mit seinen Gegnern kurzen Prozess: «Ich habe im Winter gut trainiert und konnte so nahtlos an die letzte Saison anknüpfen. Ich fühle mich für die nächsten Aufgaben gut gerüstet.» Als nächstes grosses Ziel nannte er nicht ein sportliches, sondern die anstehende Jagdprüfung. Für Wicki bedeutete der Triumph in Wolhusen nicht nur den zweiten Saisonsieg, sondern den vierzehnten Festsieg in seiner Schwingerlaufbahn.

Ehrenplatz für Egli und Portmann

Von den 16 angetretenen Athleten des Schwingklubs Wolhusen stach besonders der 31-jährige Manuel Egli aus Entlebuch heraus. Der Maurer absolvierte einen glänzenden Wettkampf, den er auf dem hervorragenden zweiten Schlussrang beendete. Mit fünf gewonnenen Gängen und einem Remis lieferte er den besten Wettkampf seit langem ab. Bei einem gestellten Schlussgang hätte er gemeinsam mit dem Entlebucher Josef Portmann  sogar als lachender Dritter den Festsieg geerbt. Einen geglückten Saisonauftakt erwischte ebenfalls der 27-jährige Josef Portmann aus Wiggen. Auch er liess sich fünf Siege und einen Gestellten in sein Notenblatt schreiben. Sowohl Josef Portmann, als auch Manuel Egli vermochten mit ihrer angriffigen Schwingerarbeit zu überzeugen. Auf dem dritten Schlussrang landete der 22-jährige Steinhuserberger Damian Egli. Nach einem klassischen Fehlstart mit der Niederlage gegen Cyrill Villiger drehte er entschieden auf und buchte fünf aufeinander folgende Siege. Der 19-jährige Ronny Schöpfer aus Wiggen verdiente sich den sechsten Schlussrang mit vier Siegen und zwei Niederlagen.