Festbericht 38. Herbstschwinget Schachen

Geschrieben von Erwin Schwarzentruber

Sechster Saisonsieg für Joel Wicki in Schachen

Der 20-jährige Sörenberger Joel Wicki verliess am Herbstschwinget Schachen nach einem begeisternden Schlussgang gegen den Rottaler Eidgenossen Sven Schurtenberger den Platz als Festsieger. Für Wicki bedeutete dies den sechsten Saisonsieg. Vom Schwingklub Wolhusen klassierten sich Toni Müller sowie Pirmin und Damian Egli gemeinsam im dritten Schlussrang.

Der 38. Herbstschwinget Schachen bildete den krönenden Abschluss einer insgesamt erfolgreichen Saison für die Luzerner Schwinger. Bei herrlichem Herbstwetter stiegen auf dem Schwingplatz «Längmatt» nochmals 105 Wettkämpfer in die Schwinghosen und begeisterten die 1500 Zuschauer mit packenden Duellen. Wie erwartet drückten die grossen Favoriten dem Wettkampf ihren Stempel auf. Allen voran die beiden Luzerner Spitzenschwinger Joel Wicki und Sven Schurtenberger zeigten nochmals ihre ganze Klasse. Mit dem Entlebucher Wicki setzte sich schliesslich der Kronfavorit durch. Über ein gelungenes Festwochenende freuten sich die beiden Organisatoren vom Schwingklub Wolhusen und Frauenschwingklub Steinhuserberg. Philipp Kammermann, OK-Präsident vom Herbstschwinget Schachen, zeigte sich über den reibungslos verlaufenen Saisonausklang zufrieden: «Es hat alles wunderbar geklappt. Das Teilnehmerfeld mit 105 Schwingern hat mich positiv überrascht. Schlussendlich hat die Anwesenheit der Luzerner Spitzenschwinger für den grossen Zuschaueraufmarsch gesorgt.» Auch Nicole Kurmann, OK-Präsidentin des Eidgenössischen Frauen- und Meitlischwingfestes in Schachen, zog eine positive Bilanz: «Wir haben ein rundum gelungenes Fest erlebt. Trotz der vielen Veranstaltungen am Samstag sind wir mit dem Zuschaueraufmarsch sehr zufrieden. Ich gratuliere Sonia Kälin zum Schwingerkönigstitel.»

Festsieger Joel Wicki

Das Saisonfinale der Luzerner hätte nicht schöner enden können. Mit dem 20-jährigen Entlebucher Joel Wicki und dem Rottaler Eidgenossen Sven Schurtenberger standen sich im Schlussgang die beiden momentan stärksten Innerschweizer Schwinger gegenüber. Bereits in der Startbegegnung mussten die beiden Luzerner Aushängeschilder gegeneinander antreten. Diesen Zweikampf entschied Schurtenberger bereits nach kurzer Gangdauer mit Ableeren über das linke Knie für sich. In der Endausmarchung wendete sich das Blatt. Diesmal ergriff Joel Wicki die Initiative und kam dank offensiver Schwingerarbeit in der siebten Minute mit Kurz zum Siegesresultat. Für den Baumaschinen-Mechaniker bedeutete dies den sechsten Saisonsieg. «Ich freue mich riesig, dass ich die tolle Saison mit einem Abschlusssieg krönen konnte. Ich habe noch einmal gezeigt was ich drauf habe», sagte Wicki, der nach 2015 bereits zum zweiten Mal in Schachen siegte. Auf seine Taktik im Schlussgang angesprochen meinte er: «Ich wollte voll angreifen, dass sich Schurtenberger mit seinen Schwüngen nicht entfalten konnte. Im ersten Gang hat er mich völlig überrascht.»

Starke Wolhuser Mannschaft

Die 15 angetretenen Athleten vom Schwingklub Wolhusen zeigten vor heimischem Publikum eine tolle Mannschaftsleistung. Allen voran Toni Müller, Pirmin Egli und Damian Egli sorgten für Beachtung. Mit je vier Siegen und zwei Gestellten klassierte sich das Trio gemeinsam im dritten Schlussrang. Mit ein wenig mehr Wettkampfglück wäre für die beiden Steinhuserberger Cousins Pirmin und Damian Egli sogar eine Schlussgangteilnahme möglich gewesen. Weitere Wolhuser Auszeichnungen erkämpften sich Urs Doppmann, Manuel Egli, Thomas Thalmann, Basil Bärtschi, Marcel Vogel und Ron Stadelmann. Die beiden Wolhuser Kranzschwinger Toni Müller und Roger Imboden gaben nach dem Wettkampf ihren Rücktritt vom aktiven Schwingsport bekannt.